Das Team für Sprachbildung stellt sich vor

Amelie, Staatl. anerk. Erzieherin, Fachkraft für Sprachförderung/ Multiplikatorin zur Teamschulung im Bereich Sprach, Inklusion und Familienarbeit

"Sprach- Kitas: Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist!"

Spracherwerb ist der Schlüssel für Integration in das gesellschaftliche Leben und der Grundstein für den späteren Erfolg in Schule, Bildung und Beruf. Denn Sprache eröffnet Kindern Chancen – und sie eröffnet ihnen Welten!

Damit jedes Kind von Anfang an faire Chancen hat, müssen gute Bildungsangebote in der Kita so früh wie möglich zur Verfügung stehen. Mit dem Programm "Sprach- Kitas: Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist!" das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend daher ein Programm ins Leben gerufen, das genau hier ansetzt:

Das Programm ermöglicht es den teilnehmenden Kitas, alltagsintegrierte sprachliche Bildung für die Jüngsten in den Einrichtungen auszubauen. Aus diesem Grund steht uns als Schwerpunkt- Kita eine zusätzliche Fachkraft zur Verfügung, die ausschließlich Aufgaben zur Sprachförderung übernimmt.

Wir als Schwerpunkt-Kita bieten hier im Hachenburger Kinderhaus eine alltagsintegrierte sprachliche Bildung und Begleitung der Kinder in den ersten Lebensjahren. Das Kita – Team wird bei dieser Aufgabe durch die Sprachexpertin unterstützt. Sie berät und begleitet das Kita-Team beim Ausbau der alltagsintegrierten sprachlichen Bildung, bei der sprach-pädagogischen Arbeit mit den Kindern, bei der inklusiven Pädagogik und bei der Zusammenarbeit mit den Familien der Kinder.

„Verbal“-Sprachliche Bildung im Alltag

Langzeitfortbildung für Schwerpunktkitas Sprache&Integration


PädQUIS und die Universität Bamberg bot eine vertiefte fachliche Unterstützung in Form der Langzeitfortbildung „Verbal“-Sprachliche Bildung im Alltag, über etwa eineinhalb Jahre an. Dabei befanden sich ca. 10 Kindertageseinrichtungen aus einer Region zu einem Netzwerk zusammen. Das Kinderhaus ist in diesem Netzwerk durch die Einrichtungsleitung (Stellvertreterin) Thekla und der Sprachexpertin Sabine (Einrichtungstandem) vertreten.
Insgesamt trafen wir uns zu zehn eintägigen Arbeitskreisen, die in sechs- bis achtwöchigem Abstand in Koblenz stattfinden. Themen waren u.a. Spracherwerbstheorien, Grundprinzipien einer sprachförderlichen Kommunikation, Mehrsprachigkeit, Elternberatung und Sprachstandserfassung).

Um das Gelernte in die Praxis zu transferieren und die sprachpädagogische Arbeit im gesamten Team zu intensivieren, führen wir im zweiwöchigem Abstand Qualitätsrunden zusammen mit den „Verbal“-Team Teilnehmerinnen (Claudius Leitung, Annegret Schildkrötengruppe, Monika Bienengruppe, Natascha Entengruppe, Larissa Bärengruppe und Erna Mäusegruppe) zur alltagsintegrierten sprachlichen Bildung durch. Die Kolleginnen arbeiten als Multiplikatoren und geben die Fachinhalte an die Kolleginnen / Kollegen weiter.

Schwerpunktmäßig wurden für die Fortbildung die Praxismaterialien des Deutschen Jugendinstituts(„Die Sprache der Jüngsten entdecken und begleiten“) verwendet.

Unsere Einrichtung kann nach erfolgreicher Umsetzung allen  Kindern, unabhängig von Herkunft oder sozialen Rahmenbedingungen, eine gute sprachliche Bildung bieten, den Grundstein für den späteren Erfolg in der Schule!
 

Schwerpunkt-Kita Sprache und Integration

Beste Chancen für Ihr Kind – von Anfang an


Experten sind sich einig, dass die ersten 3 Jahre des Kindes für seine Entwicklung von größter Bedeutung sind.
Kinder im Alter von 1-2 Jahren verbringen viele Stunden in unserer Einrichtung. So übernehmen wir im Bereich Bildung, Erziehung und Betreuung neben dem Elternhaus eine größere Verantwortung.
Auch begegnen Kinder und deren Familien aus 20 Nationen hier der deutschen Sprache und sind damit auf unsere Unterstützung angewiesen.
Um die Familien in ihrer Rolle zu bestärken, legt unsere neue Kollegin (qualifizierte Sprachförderkraft) den Fokus auf folgende Bereiche:

  1. Hausbesuch der neu aufzunehmenden Kinder zur Kontaktpflege
  2. Betreuung der wöchentlichen Spielgruppe für diese Kinder
  3. Entwicklung von Formen des Austausches zum Thema Erziehung allgemein und gemeinsames Führen von Portfolio
  4. Wöchentliche psychomotorische Einheiten gemeinsam  mit der Fachkraft für alle unter 5 Jährigen
  5. Gezielte Begleitung in Alltagssituationen, Einzelförderung und Projekten

Bücher, Bücher, Bücher

Eine wunderbare „Bücherflut“ im Kinderhaus Hachenburg


Unsere hauseigene Bücherei soll durch neue Bilderbücher ergänzt werden. Doch welche Bücher sollen es sein?

Rund 8.000 Neuerscheinungen für Kinder sind im letzten Jahr auf dem Buchmarkt erschienen, eine unglaubliche Menge frischer Lesestoff! Doch welche Trends gibt es auf dem Kindermedienmarkt? Welche neuen Bilderbücher bieten Stoff für gemeinsame Gespräche? Sowie Anknüpfungspunkte für die pädagogische Arbeit in der Kita?

Um aus dieser „Bücherflut“ neue und interessante Bücher für unsere Kinderhauskinder im Alter von eins bis sechs Jahre heraus zu finden, starteten die Erzieherinen des „Verbal“-Teams in Kooperation mit der Stadtbücherei ein Buchprojekt. Das Verbal-Team( durch eine Initiative des Bundesprojekts „Offensive-Frühe Chancen“ gegründet) ist ein Arbeitskreis innerhalb des Teams von acht Erzieherinnen die sich intensiv mit der alltagsintegrierten Sprachentwicklungsunterstützung auseinander setzen und sich seit Anfang des Jahres weiterbilden.

Frau Delya Gorges und ihre Mitarbeiterinnen der Stadtbücherei haben sich viel Mühe gemacht und die neusten Bilderbücher zu unterschiedlichen Themen für unsere Einrichtung herausgesucht. An dieser Stelle bedanken wir uns ganz herzlich!

Über einen Zeitraum von drei Wochen hatten die Kinder die Möglichkeit, gemeinsam mit ihren Erzieherinnen, die Bücher zu betrachten, den Geschichten zu lauschen und sich darüber auszutauschen. Im Rahmen einer Kinderkonferenz wählten sie  ihre Lieblingsbücher aus. Mit Hilfe von „Muggelsteinen“ gaben sie ihre Stimme ab. Die Bücher, die die meisten Stimmen erzielten, werden nun gekauft und in die hauseigene Bücherei übernommen.

Auch Frau Hildegart Klein, unsere „Vorlese-Oma“, war von dem Projekt begeistert und profitierte von dem großen Buchangebot. Frau Klein bereichert unseren Alltag mehrmals die Woche mit ihrem Ehrenamtlichen Engagement! Auch hier ein herzliches Dankeschön für ihren Einsatz!

Die Fähigkeit gut schreiben und lesen zu können, ist der Schlüssel für das Lernen in der Schule. Gemeinsam Bücher vorlesen und anschauen unterstützt auf spielerische Art und Weise die kindliche Entwicklung und Sprache. Sich konzentrieren, den Wortschatz erweitern, Zusammenhänge verstehen- diese Grundlagen der Bildung werden beim Vorlesen wie von selbst geübt!

Brauchen Kinder mit Migrationshintergrund eine andere Form der Förderung?

Das Aufwachsen mit mehreren Sprachen stellt einen immensen Vorteil im späteren Leben dar. Die frühe Sprachentwicklung von Kindern, die mehrsprachig aufwachsen, verläuft grundsätzlich genauso wie bei einsprachigen Kindern, wenn auch etwas langsamer.

Kinder mit Migrationshintergrund werden im Vorschulalter optimal gefördert, wenn sie jeden Tag mindestens drei Stunden mit deutschsprachigen Kindern zusammen spielen. Dann ergibt sich eine normale Sprachentwicklung und soziale Integration von selbst.

Die erwachsenen Bezugspersonen sollten immer nur in einer Sprache zum Kind sprechen; die Mutter beispielsweise immer nur deutsch, der Vater immer nur türkisch. Eine frühe Förderung in der Kita, die deutlich vor dem Vorschulalter beginnt, ermöglicht insbesondere Kindern, die zu Hause kein Deutsch sprechen, einen noch früheren Einstieg in die Sprache!