Spende an Tafel: Hachenburg lebt Martinsgedanken

Es ist längst zur Tradition geworden: Die Erlöse aus dem von Hachenburger Grundschulen, Kindergärten und der Kulturzeit organisierten St. Martinsfest kommen jedes Jahr einer gemeinnützigen Organisation zugute. Diesmal konnten Stadtbürgermeister Stefan Leukel und Kulturreferentin Beate Macht stellvertretend einen Spendenscheck von 865 Euro an Johanna Kunz von der Hachenburger Ausgabestelle der Tafel Westerwald übergeben.

Kulturreferentin Macht liegt es am Herzen, bei diesem Fest den Martinsgedanken zu leben. Und dies treffe beim diesjährigen Spendenempfänger besonders zu. Die Helfer der Tafel sammeln überschüssige und einwandfreie Lebensmittel ein und verteilen sie an sozial und wirtschaftlich benachteiligte Menschen in den acht Ausgabestellen des Westerwaldkreises. 103 Haushalte mit 135 Erwachsenen und 78 Kindern nehmen momentan dieses Angebot in Hachenburg und Umgebung an, berichtete Johanna Kunz (Diakonisches Werk Westerwald). Zurzeit unterstützten rund 40 Ehrenamtliche die Ausgabestelle in der Löwenstadt.

Stadtbürgermeister Leukel zeigte sich zufrieden mit dem Spendenbetrag. Trotz schlechten Wetters lockte der Martinsumzug mit dazugehörigem Feuer viele Menschen an. Mit der Zuwendung wolle die Stadt insbesondere Gruppen und Organisationen unterstützen, die eher weniger von der allgemeinen Spendenbereitschaft profitierten. Im Fall der Hachenburger Tafel-Ausgabestelle finanziert sich der laufende Betrieb komplett aus Spenden, erklärte Kunz. Dazu zählen etwa Kosten rund um das Abholfahrzeug, Strom, Verbrauchsmaterial oder die Anschaffung von Kühlgeräten.

Die Lebensmittel selbst werden von Märkten abgegeben. Kulturreferentin Macht und Stadtbürgermeister Leukel zeigten sich beeindruckt von der Arbeit der Tafeln. Das Stadtoberhaupt abschließend: „Ganz viele unserer Mitbürgerinnen und Mitbürger setzen sich ehrenamtlich füreinander ein. Auf dieses überwältigende ehrenamtliche Engagement in Hachenburg bin ich sehr stolz.“

Die Hachenburger Ausgabestelle ist übrigens noch auf der Suche nach weiteren Helfern, verdeutlichte Kunz. Interessierte können sich bei ihr telefonisch unter 01575 0678056 oder 02663 9430-0 melden.

 

INFOS:

In Deutschland landen jährlich viele Tonnen guter Lebensmittel im Müll. Gleichzeitig leben viele Rentnerinnen und Rentner, Alleinerziehende, Familien, Menschen in Arbeitslosigkeit, Flüchtlinge oder Berufstätige im Niedriglohnsektor in finanzieller Bedrängnis. Mit hohem ehrenamtlichem Engagement entsteht eine Brücke zwischen Überfluss und Mangel, denn die Tafeln verteilen um, was bereits da ist. Überschüssige und einwandfreie Lebensmittel werden eingesammelt und gegen einen symbolischen Betrag an sozial und wirtschaftlich Benachteiligte verteilt.

 

Vorschulkinder des Kinderhauses begrüßten Stadtbürgermeister Stefan Leukel zur Vorleseaktion am Bundesweiten Vorlesetag

Schon am Morgen des weltweiten Vorlesetags (16. November 2018) zeichnete sich die Vorfreude und Spannung in den Gesichtern der Vorschulkindern ab. „Herr Leukel, der Bürgermeister, kommt heute zu uns und liest ein spannendes Buch!“ erzählten sie sich aufgeregt.

 

Mit einem Stapel Bücher unter dem Arm begrüßte Stadtbürgermeister Leukel die Kinder. Zusammen entschieden sie sich für das Buch „Weißt du wo die Baumkinder sind?“ und tauchten gedanklich in die Wälder ein, um diese zu erkunden und deren Bewohner kennenzulernen. Wegbegleiter fanden sie in den Buchfiguren Piet dem Eichhörnchen und Peter dem Förster.

 

Selbstgemalte Bilder für das Stadtoberhaupt und ein gemeinsames Mittagessen im Bistro des Hachenburger Kinderhauses rundete den aufregenden Vormittag ab.

 

Der Bundesweite Vorlesetag soll ein öffentliches Zeichen für die Bedeutung des Vorlesens setzen. Ziel ist es, Begeisterung für das Lesen und Vorlesen zu wecken und Kinder bereits früh mit dem geschriebenen und erzählten Wort in Kontakt zu bringen. Der Vorlesetag gilt als das größte Vorlesefest Deutschlands und fand in diesem Jahr bereits zum 15. Mal statt.